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EU - Projekt: Smarte Kleider für Taubblinde

März 2019
Die Hochschule Offenburg entwickelt im Rahmen eines EU-Projekts "intelligente" Kleider, die Taubblinde bei der Kommunikation und im Alltag unterstützt.
Am Freitag, 8. März war Sven Fiedler in Stuttgart, um sich mit Lea Buchweitz, Kognitionswissenschaftlerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Affective & Cognitive Insitute (ACI) der Hochschule Offenburg zum Interview zu treffen.
Sie hat Wissen zum Thema Mensch-Computer-Interaktion und arbeitet beim Projekt Smarte Kleidung für Taubblinde mit. Mit Hilfe eines mitgebrachten Fragebogens wurde Sven Fiedler befragt, welche Spiele - Gesellschaftsspiele wie z. B. Mensch ärgere dich nicht, Kartenspiele für Taubblinde interessant sind.
Es wurde auch danach gefragt, welche sportlichen Spiele für Taubblinde denkbar sind, z. B. Verstecken, Fangen, Ballspiele, Gummitwist oder ähnliches. Das Thema Kommunikation mit Taubblinden wurde ebenfalls erfragt.
Sven Fiedler von TBL-Info / DTBLV wird mit dem ACI der Hochschule Offenburg zusammen arbeiten, um das T-Shirt gemeinsam zu entwickeln.
Konkret soll es darum gehen, das T-Shirt zu testen und dessen Funktionalität für Taubblinde zu überprüfen und Rückmeldung zu geben.

Ein Kleidungsstück als Kommunikationsschnittstelle für taubblinde Menschen - das ist das angestrebte Ziel eines EU-Projekts, das Anfang 2018 startete und drei Jahre dauern soll. Universitäten und Firmen aus sieben Ländern arbeiten bei dem Projekt zusammen. Die Projektkoordination übernimmt die Universität Boros aus Schweden, die Hochschule Offenburg ist vor allem für Gamification (das bedeutet die Integration spielerischer Elemente in Anwendungen) und die soziale Interaktion zuständig. Taubblinde sind zum Wahrnehmen ihrer Umwelt stark auf Familienmitglieder und andere Helfer angewiesen. Die Kommunikation ist nur mittels Berührungen möglich: Die Hände müssen Ohren, Augen und Mund ersetzen.
Im EU-Projekt SUITCEYES werden Forscherinnen und Forscher nun einen Prototyp entwickeln, der mittels intelligenter Textilien Taubblinden mehr Kommunikationsmöglichkeiten bietet, auch über größere Distanzen hinweg. „Die im Projekt entwickelten Assistenztechnologien erschließen Taubblinden neue Lebensbereiche. Durch die Kombination mehrerer Sensoren und Aktuatoren werden Informationen aus der Umgebung an den Träger eines intelligenten Kleidungsstücks weitergegeben. Dies ermöglicht Taubblinden völlig neue Kommunikationsmöglichkeiten: Sie erhalten einen größeren Aktionsradius und sollen zum Beispiel nonverbale Signale wie Lächeln erkennen können“, beschreibt Prof. Dr. Oliver Korn, Leiter des ACI der Hochschule Offenburg die Zielsetzung des Projekts. Die Kleidungsstücke sollen die Informationen durch Berührungen oder Bewegungen an den Träger übermitteln. So kann dem Träger zum Beispiel mitgeteilt werden, ob er angesehen wird oder wohin der Ball gerollt ist, den er fallen lassen hat. Zusätzlich werden Gamification-Elemente integriert, die der neuen Erfahrung einen angenehmen und spielerischen Charakter verleihen. Das Ergebnis wird ein intelligentes und spielerisch angereichertes „smartes“ Textil sein, das die Autonomie und die Lebensqualität taubblinder Menschen erhöht.

Mehr information:
www.hs-offenburg.de
www.affective-lab.org

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